Unternehmen

Rhein-Mosel-Bus Kurzporträt

An 365 Tagen im Jahr bietet die RMV Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft mbH zuverlässigen und sicheren Fahrkomfort und ist damit die leistungsstärkste Busgesellschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz. Mit 11.300 Quadratkilometern Servicegebiet deckt sie gut die Hälfte der Gesamtfläche des Landes ab.

In den 12 Landkreisen und den Städten Koblenz und Trier befördern 255 Rhein-Mosel-Bus Busfahrer und rund 800 Fahrer von Vertragspartnern 32 Millionen Kunden im Jahr. 70 Prozent der Fahrgäste sind Schüler und Kindergartenkinder. Ein besonderes Angebot: Mit 11 RegioLinien werden wichtige Verkehrsknotenpunkte in Eifel, Hunsrück, Taunus und Westerwald miteinander verbunden.

Historie

Die RMV Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft mbH mit Sitz in Koblenz ist der größte Busbetrieb im Norden von Rheinland-Pfalz. Die Gesellschaft ist als Rechtsnachfolger aus dem Geschäftsbereich Bahnbus Rhein-Mosel am 1. Oktober 1989 hervorgegangen. Die Geschäftsleitung des Geschäftsbereich Bahnbus Rhein-Mosel hatte nach etwa halbjähriger Vorbereitung am 1. Juli 1982 die Geschäfte der Bahnbusverkehrsstellen der Deutschen Bundesbahn übernommen. Das Gebiet des GBB Rhein-Mosel umfasste die Regierungsbezirke Koblenz und Trier ohne die Kreise Bad Kreuznach und Birkenfeld innerhalb der Grenzen des Landes Rheinland-Pfalz. Der GBB Rhein-Mosel ist in 13 Landkreisen und den kreisfreien Städten Koblenz und Trier vertreten.

Zum 1. November 1982 sind im Bereich des GBB Rhein-Mosel drei Betriebsstellen (Bst) errichtet worden, und zwar in Koblenz, Trier und Simmern im Hunsrück. An diesen Orten bestanden vorher Omnibuswerkstätten der Deutschen Bundesbahn. Den Betriebsstellen wurden zur Erfüllung ihrer Aufgaben im Omnibusdienst Verkaufsbüros und Einsatzstellen angegliedert. Die Verkaufsbüros sind aus den bisherigen Bahnbusverkaufsstellen hervorgegangen und unterstanden in fachlicher Hinsicht direkt der Geschäftsleitung des GBB Rhein-Mosel.
Die Betriebsstelle Koblenz hatte einen Personalbestand von 142 Mitarbeitern, davon sind 101 Mitarbeiter im Omnibusfahrdienst eingesetzt. Zur Betriebsstelle Koblenz gehörten die Einsatzstellen Emmelshausen, Mayen und Westerburg. Die Verkaufsbüros Altenkirchen, Ahrweiler, Koblenz, Mayen Ost, Siershahn (später Montabaur) und Westerburg waren verwaltungsmäßig der Betriebsstelle Koblenz unterstellt.

Das Kraftwagenbetriebswerk Trier war eine der ersten Gemeinschaftswerkstätten Bahn/Post innerhalb der Bundesrepublik Deutschland und man führte die Werkstatt gemeinsam von 1961 bis 1986. Die linke Hälfte der Werkstatt war der Bahn und die rechte Hälfte der Post zugewiesen. Seit 1986 wird die Werkstatt vom damaligen GBB Rhein-Mosel und heute von der RMV - Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft mbH geführt.

Der Standort ist damals wie heute der gleiche. Als dritte Betriebsstelle hat Simmern einen Personalbestand von 70 Mitarbeitern, davon sind 42 Mitarbeiter im Omnibusfahrdienst eingesetzt. Zur Betriebsstelle Simmern gehörten die Einsatzstellen Morbach und Büchenbeuren und das Verkaufbüro Simmern. Durch die Übernahme des Postreisedienstes wurden den Betriebsstellen weitere Einsatzstellen und Verkaufsbüros zugesetzt. Hierbei wurde in manchen Gebieten der Postreisedienst teilweise bestehenden Verkaufsbüros der Deutschen Bundesbahn zugeordnet, teilweise aber auch neue Verkaufsbüros eingerichtet. Im Bereich der Betriebsstelle Koblenz sind die Verkaufsbüros Nastätten und Cochem, im Bereich der Betriebsstelle Trier die Verkaufsbüros Bitburg und Wittlich neu entstanden. Die Verkaufsbüros Cochem und Wittlich wurden mit Mitarbeitern des Postdienstes besetzt.

Bei Übernahme des Postreisedienstes durch den GBB Rhein-Mosel waren bei vierzehn Postämtern insgesamt 67 Busse des Postreisedienstes stationiert. Die PÄ Koblenz und Bitburg unterhielten je 11 Postbusse, bei den PÄ Cochem, Montabaur, Nastätten und Neuwied waren je 5 KOM stationiert. Mit jeweils 4 KOM waren die PÄ Mayen, Prüm und Trier ausgestattet, je drei Postbusse wurden in Saarburg, Wittlich und Traben-Trarbach vorgehalten. Nur je 2 Postbusse waren bei den PÄ Andernach und Hermeskeil beheimatet.
Abschließend kann berichtet werden, dass nach Aussagen von Mitarbeitern, die die Überleitung des Postreisedienstes zum GBB Rhein-Mosel mit vollzogen haben, die Übernahme in den Jahren von Ende 1982, 1983 und 1984 reibungslos verlief. Es wurde ein Postamt (Dienstort Postfahrer) nach dem anderen zeitlich versetzt übernommen. Das Miteinander der Kollegen von Bahn und Post war stets gut.

Da die Postbusse überwiegend den Baujahren 1976 und 1977 und der Baureihe Magirus Deutz 230 L117 entstammten, wurden diese in den Jahren 1984 bis 1986 alle ausgemustert. Einige wenige Busse waren Mercedes Benz O 307 der Baujahre 1980 und 1982. Zwei dieser Busse wurden bei Übernahme der RMV - Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft mbH am 1. Oktober 1989 in die RMV noch überführt. Jeweils ein Wagen war in Trier und Koblenz stationiert.
Aber auch diese beiden Busse wurden Anfang der neunziger Jahre außer Dienst gestellt. Damit war die RMV eine der ersten Regionalbus-Gesellschaften, bei der keine Wagen mehr aus der Beschaffung der Deutschen Bundespost eingesetzt waren.